Verantwortung - Vielfalt - Stärke:
Von-Velen-Schule setzt starkes Zeichen für ein respektvolles Miteinander
"Verantwortung-Vielfalt-Stärke" Unter diesem Leitsatz erarbeiteten die Abschlussstufen der Von-Velen-Schule aus Papenburg im Rahmen einer Projektwoche gemeinsame Regeln für ein gutes Miteinander. Ziel ist es, dem Netzwerk „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ beizutreten. Doch dazu bedarf es eines überzeugenden Votums der Einrichtung.
Frank Lindemann, Koordinator der Abschlussstufen, brachte den Geist der Projektwoche auf den Punkt:
„Wir sind alle verschieden und wir sind gut, so wie wir sind. Aber wir müssen auch Verantwortung füreinander übernehmen – das macht uns aus.“
Während der Projektwoche reflektierten die Jugendlichen ihr Miteinander und entwickelten konkrete Regeln für ein respektvolles Zusammenleben. In vielfältigen Darbietungen zeigten die sechs Abschlussstufen, was ein gutes Miteinander ausmacht – vom achtsamen Sprachgebrauch über Gruppenzugehörigkeit bis hin zur Wirkung von Gesten.
In einer eindrucksvollen Darstellung wurde gezeigt, dass Werte wie Motivation, Ehrlichkeit, Respekt und Hilfsbereitschaft – auch wenn sie manchmal unerreichbar scheinen – durch gemeinsames Handeln im Alltag lebendig werden können. Eine Leiter mit zahlreichen Sprossen, auf denen diese Werte geschrieben standen, veranschaulicht dabei den Weg zu diesen "hohen Zielen".
Eine weitere Klasse beschäftigte sich mit Leitsätzen aus der Schulordnung für einen wertschätzenden Umgang auf Augenhöhe zwischen Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften – darunter: „Ich höre zu“, „Ich gehe vorsichtig mit den Dingen um“, „Ich bin pünktlich im Unterricht“ und „Ich bin freundlich“.
Auch ein Besuch der Gedenkstätte Esterwegen war Teil des Projekts. Die Jugendlichen setzten sich dort mit der Bedeutung von Recht und Unrecht auseinander und erfuhren eindringlich, welche Folgen Ausgrenzung und Unterdrückung haben können. Ebenso wurde über die Gefahren der digitalen Welt diskutiert – mit Filmen, Tipps zum sicheren Umgang mit sozialen Netzwerken und dem Thema Cybermobbing.
Zum Abschluss der Schulveranstaltung zeigte sich Schulleiterin Ruth Tuschinski beeindruckt vom Engagement der Schülerinnen und Schüler. Sie sprach sich ausdrücklich für den Beitritt der Schule zum Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ aus. „Es geht nicht um ein Zertifikat, sondern um eine Selbstverpflichtung zu mehr Achtsamkeit und Zivilcourage im Alltag. Die Projektwoche hat eindrucksvoll gezeigt, dass unsere Schulgemeinschaft dafür bereit ist.“ Der Beitritt ist ein demokratischer Prozess – Voraussetzung ist ein klares Votum von 70% der gesamten Schulgemeinschaft, sich für Toleranz und Respekt und gegen Ausgrenzung und Rassismus einzusetzen. Mit ihrer Arbeit haben die Abschlussstufen einen wichtigen Grundstein gelegt, um Teil eines Netzwerks zu werden, dem bundesweit über 4.600 Schulen angehören.